ITALIANO

Entdeckung eines mittelalterlichen Freskos während der Putzrestaurierung an der Fassade des Gebäudes mit der Kataster-Nr. RFD 354, Via Cittadella 11 in Locarno, Schweiz.

"Die Verkündigung"

in Contrada Panigari

“Die Verkündigung” in Contrada Panigari    (15.Jh.)

 

Im Zuge von Putzarbeiten wurden 2016 Fragmente eines spätmittelalterlichen Freskos entdeckt.

Es handelt sich um eine Scheinädikula mit Tympanon. Die Szene ist in einer Nische abgebildet, über diese Nische liest man das Datum: 1463.

Bei den Restaurierungsarbeiten konnte der Engel auf der linken Seite fast vollständig wiederhergestellt werden. Er wurde von einem geschickten Freskomaler. In einem Tondo darüber ist der Ewige Vater dargestellt.

Der mittlere Teil des Freskos, auf dem die Jungfrau abgebildet war, wurde leider in den darauffolgenden Jahrhunderten aufgrund der zusätzlichen Fensteröffnungen zerstört. Erwähnenswert sind auch die ornamentalen und dekorativen Elemente mit Blumenmotiven und zwei in Gewölbe sitzenden Vögeln.

Die Stehende Heiligenfigur  auf der rechten Seite zeigt den Hl. Abt. Antonius, der an seinem Stab un der Glocke erkennbar ist. Dieses Gemälde wurde kurze Zeit später angefertigt aber noch in traditioneller spätgotischer Manier ausgeführt.

PRÄSENTATION

Liebe Leserinnen und Leser

 

Das Fresko aus dem Spätmittelalter, das während der Restaurierung der Fassade eines Gebäudes in der Altstadt von Locarno entdeckt worden ist, hat grosses Interesse geweckt. Aus diesem Grund schalten wir diese Präsentation und die nachfolgenden Seiten auf.

Der künstlerische Ausdruck sowie die beachtliche Grösse des Freskos verdienen besondere Aufmerksamkeit auch seitens der Medien.

Nach den ersten Einschätzungen ist das teilweise zum Vorschein gebrachte Fresko gesichert worden, bis die entsprechenden Restaurierungsmassnahmen durchgeführt werden können. Die Finanzierung und Ausführung dieser bedürfen umsichtiger Planung.

Unsere Absicht ist es, über den Verlauf der Restaurierung dieses Werks zu informieren, das von grossem künstlerischen Wert und somit auch von öffentlichem Interesse sein dürfte.

 

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

 

2016

RENOVIERUNG

Im Herbst 2016 haben die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten der Gebäudefassaden begonnen.

Es handelt sich klar um ein Gebäude aus dem Mittelalter, das wie alle Gebäude des historischen Zentrums im Lauf der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und verändert wurde.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass während all dieser Massnahmen die Öffnungen ebenfalls umgewandelt worden sind, wobei ihre Vorläufer entfernt und abgeändert wurden. Der Beweis dafür ist, dass eine dieser Öffnungen im ersten Stock mitten in einem Fresko aus dem Spätmittelalter von beachtlichem Wert angelegt wurde, das man per Zufall unter drei Schichten Putz entdeckt hat.

Das Fresko ist von beachtlicher Grösse und wird in einem weiteren Schritt freigelegt und restauriert werden.

Zunächst wird es nur gesichert, nachdem das zuständige kantonale Amt für Denkmalpflege kontaktiert worden ist.

FOTOGRAFISCHE DOKUMENTATION

Unser Dank, dass Sie die folgende Schrift auf dem Fresko über der Nische entschlüsselt haben, geht an:

 

. <MC>CCC<L>XIII . DIE - <SABA>TI . P(RI)MO . MENSIS . <…> AZIO . <…>

Rachele Pollini-Widmer

collaboratrice scientifica all’Archivio di Stato

6500 Bellinzona

 

Paolo Ostinelli

direttore Centro di Dialettologia e Etnografia

6500 Bellinzona

Beendete Restaurierung April 2019

ZUSAMMENARBEIT

Folgende Personen haben sich an der

Restaurierung beteiligt:

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affresco

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